Österreich: Kultur

Obwohl Österreich eine reiche Kulturlandschaft aufweist, wird die Kultur vor allem mit der Musik assoziiert. Den Grundstein der musikalischen Tradition legten im 18. Jahrhundert die Vertreter der „Wiener Klassik“ Mozart und Haydn, sowie der in Wien wirkende deutsche Komponist Ludwig van Beethoven. Ihr Erbe wurde von Franz Schubert, Anton Bruckner und Gustav Mahler weiterentwickelt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich mit Johann Strauß und Franz Lehar die Operette. Im 20. Jahrhundert hielt eine neue Ästhetik Einzug in das Musikleben, die hauptsächlich mit Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton von Webern in Verbindung gebracht wird.
 
Aber auch in der Literatur hat Österreich tiefe Traditionen. Im Mittelalter wurde der Wiener Hof zu einem der bedeutendsten europäischen Zentren für Kunst und Literatur. Die Babenberger Herzöge Leopold V. und dessen Sohn Friedrich I. luden zahlreiche Dichter und Minnesänger (Reinmar, Walther von der Vogelweide) ein und förderten ihr Schaffen. In neueren Zeiten mit der Entwicklung des Theaters in Österreich etablierten sich die Dramatiker Franz Grillparzer, Ferdinand Raimund und Johann Nepomuk Nestroy, obwohl sie ständig dem Druck der Habsburger Zensur ausgesetzt waren. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie in Österreich blühte die Literatur auf. Zu den bedeutendsten Schriftstellern dieser Zeit zählen:

Zu den heute noch lebenden österreichischen Schriftstellern gehören Peter Handke, Elfriede Jelinek und Ludwig Roman Fleischer.
 
Im Land gibt es viele herausragende architektonische Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen. Besonders prägend war jedoch die barocke Stilrichtung, die vermutlich dem österreichischen Wesen am nächsten steht. Beispiele hierfür sind der Salzburger Dom, das Schloss Belvedere und die Peterskirche in Wien. Im Bereich der bildenden Künste erreichten Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele Weltruhm.