Albanien: Geographie

Albanien liegt in Südeuropa und grenzt an Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Griechenland. Im Westen wird es durch das Ionische und das Adriatische Meer begrenzt. Die 360 Kilometer lange Küste weist zahlreiche Lagunen und Buchten auf (Karavasta, Drin-Golf, See von Butrint). Die adriatische Küste ist überwiegend flach und schwach gegliedert, während die ionische Küste steil abfällt. In einigen Kilometern von der Küste liegt die kleine Insel Sazan.
 
Albanien befindet sich im Westen der Balkanhalbinsel. Das Relief ist überwiegend gebirgig, fast zwei Drittel des Staatsgebietes wird von Gebirgszügen und Hochebenen eingenommen. Im Norden befinden sich die Albanischen Alpen, im Osten das Korabi- und im Süden das Tomori-Massiv. Die höchste Erhebung des Landes ist der Korab mit 2764 Metern. Entlang der Küste erstreckt sich ein breites Band mit fruchtbaren Ebenen, wo sich auch der größte Teil der Bevölkerung konzentriert. Von den Bergen kommen zahlreiche Flüsse (Drin, Seman, Mat, Vjosa), die in die Adria münden. Entlang der Grenze liegen die größten Seen der Balkanhalbinsel Shkodrasee, Ohridsee und Prespasee. Vollständig auf albanischem Gebiet liegt der Butrint-See im Süden des Landes.
 
Das Klima Albaniens unterscheidet sich je nach Region. An der Küste herrscht ein subtropisches Mittelmeerklima mit feuchtmilden Wintern und heißen Sommern. Im Landesinneren dominiert das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kalten schneereichen Wintern. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei 8°C und im Juli weisen sie Werte von 24°C auf. Die Niederschlagsmenge variiert je nach Gebiet. Im Norden fallen bis 2600 mm Niederschläge, im Westen bis 1300mm und im Osten um 750mm.
 
Die Vegetation in Albanien ist vielfältig. Ca. 36% des Staatsgebiets ist bewaldet (Eiche, Ulme, Kiefer, Buche, Ahorn). Die Küste des Landes ist mit Sträuchern bewachsen. Die Tierwelt ist vor allem durch Rehe, Füchse, Wölfe und Wildschweine vertreten. Das Meer der Adria ist reich an Fischen.