Albanien: Wirtschaft

Albanien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.500  € liegt Albanien im unteren Drittel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 56% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 28% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 21% des Bruttoinlandsproduktes und 14% der Erwerbstätigen. 23% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 58% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 13,8%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 6%. Albanien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Albanische Lek.
 
Albanien hat in den letzten Jahren wichtige Maßnahmen für den Übergang von Plan- zu Marktwirtschaft getroffen, die den Anteil der Privatunternehmen am Bruttoinlandsprodukt ansteigen ließen. Die Energiekrise Ende des 20. Jahrhunderts führte jedoch zu großen Problemen in der Energieversorgung des Landes. Außerdem ist die schwache Infrastruktur ein weiterer Grund für die Schwierigkeiten des Wirtschaftssystems des Landes. Zu den führenden Branchen zählen: Textil- und Schuhindustrie, Nahrungsmittelerzeugung und Maschinenbau. Seit 2000 wächst auch die Tourismusbranche. Reiche Naturlandschaften, unberührte Strände, sowie bemerkenswerte Kulturdenkmäler aus der Antike und dem Mittelalter ziehen zunehmend Besucher an.