Architektur

Als erste Behausung nutzten die Menschen in der Vorzeit natürliche Höhlen. Mit immer besser werdenden Klimabedingungen verließen die Menschen der Jungsteinzeit ihre Höhlen und errichteten zeltähnliche Bauten in waldreichen Gebieten, die ausreichend Nahrung boten. Um sich vor Feinden zu verteidigen, wählte man für diese Siedlungen gut geschützte Plätze oder umgab sie mit primitiven Befestigungsanlagen aus Erde, Holz oder Stein. Zeitgleich entwickelte sich die sogenannte Megalithkultur, die wahrscheinlich einen rituellen oder religiösen Hintergrund hatte. So scheint es, dass die Unterteilung in Profan-, Militär- und Sakralarchitektur sehr früh entstand.

Die Profanarchitektur beschäftigt sich mit Bauten für weltliche Zwecke, dabei ist zu unterscheiden zwischen privaten (von einem bescheidenen Haus bis zum prachtvollen Palast) und öffentlichen Gebäuden (Theater, Thermen, Rathaus, Bahnhof…). Die Sakralarchitektur (Gebäude für die religiöse Zwecke) steht eigentlich der Baukunst der öffentlichen Gebäude sehr nahe, besitzt jedoch eine spezifischen Bauweise. Unter der Militärarchitektur versteht man das Errichten eines Gebäudes oder eines Gebäudekomplexes für Verteidigungszwecke (Burg, Festung, Stadtbefestigung usw.).
Im Verlauf der Geschichte entwickelte sich die Bautechnik, was den Bau immer größerer und stabilerer Bauwerke ermöglichte. Jedoch was in einer Stilepoche als schön galt, wurde nicht selten später als barbarisch angesehen. So verschwanden viele Bauten, um den Platz für eine „modernere“ Architektur zu schaffen oder sie wurden bis zu Unkenntlichkeit modernisiert. Zum Glück sind auf europäischem Boden noch zahlreiche Meisterwerke bis heute erhalten geblieben: