Aserbaidschan: Politik

Aserbaidschan ist nach der Verfassung von 1995 eine präsidiale Republik.
 
Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, der direkt vom Volk alle 5 Jahre gewählt wird, wobei nur eine Wiederwahl möglich ist.

Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Ein-Kammer Parlament (Milli Medschlis). Es besteht aus 125 Abgeordneten, die für die Dauer von 5 Jahren nach einem Mehrheits- und Proportionalwahlsystem gewählt werden. Die Exekutive obliegt dem Ministerkabinett, das durch den Präsidenten ernannt und durch das Parlament bestätigt wird.
 
Die führende Partei ist die Partei Neues Aserbaidschan, die die absolute Mehrheit im Parlament aufweist. Die Opposition wird durch die Volksfront, Musavat und die Partei der Nationalen Unabhängigkeit gebildet.

Das Land wird administrativ in 59 Regionen und 11 bezirksfreie Städte unterteilt. Die Gebiete um Nachitschewan haben den Status einer autonomen Republik. Die Autonomie des Gebietes Berg-Karabach wurde im Jahre 1991 offiziell aufgehoben. In der Realität übt die armenische Minderheit eine Selbstverwaltung aus und kann deshalb als ein Autonomes Gebiet angesehen werden. Die Beendigung des Konfliktes um Berg-Karabach und die Beseitigung der wirtschaftlichen Folgen des Krieges bleiben die vorrangigen Ziele der Innenpolitik von Aserbaidschan.