Bosnien-Herzegowina: Wirtschaft

Bosnien-Herzegowina zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.095  € liegt Bosnien-Herzegowina im unteren Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit 65% des nationalen Bruttoinlandsproduktes. Danach folgt die Industrie mit 25% des Bruttoinlandsproduktes. 10% des nationalen Bruttoinlandsproduktes entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 40%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 6%. Bosnien-Herzegowina gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist die Mark.

Die Wirtschaftspolitik Bosnien-Herzegowinas ist zur Zeit noch mit dem Wiederaufbau der zerstörten Infrastrukturen beschäftigt, sowie mit dem Übergang zur Marktwirtschaft. Besonders wichtig in der Wirtschaftsstruktur sind die Branchen: Energiewirtschaft, Metall- und Holzverarbeitung, Schwerindustrie und Textilindustrie.
 
Der Tourismus, der vor dem Krieg noch 2,5% des Bruttoinlandsproduktes betrug, befindet sich noch in der Wiederaufbauphase, jedoch kann man schon Erfolge sehen. Bedeutende Ziele sind Sarajevo und Mostar. In den Gebirgen wird im Winter Skisport betrieben und in der warmen Jahreszeit Wandern und Rafting auf schnellen Bergflüssen. Naturliebhaber finden im Nationalpark Sutjeska die Heimat eines der letzten Urwälder, Perucica. Die Küste bei der Stadt Neum ist zwar klein, ist aber Garant für einen erholsamen Strandurlaub.