Bulgarien: Geographie

Bulgarien liegt in Osteuropa auf der Balkanhalbinsel und grenzt an Rumänien, die Türkei, Griechenland, Mazedonien und Serbien. Im Osten ist es durch das Schwarze Meer begrenzt.

Das Relief ist vielfältig und besteht aus Gebirgen (30% des Staatsgebietes), hügeligen Landschaften (40%) und Ebenen (ca. 30%). Im Zentrum befindet sich das Balkangebirge, das die Wasserscheide zwischen dem Schwarzen und dem Ägäischen Meer bildet. Die höchste Erhebung ist der Botew mit 2376 Metern. Weiter im Süden erstrecken sich die Rhodopen, deren höchster Berg der Goljam Perelik mit 2191 Metern ist, sowie westlich der Rhodopen gelegen das Pirin- und das Rilagebirge. Der höchste Berg des Rilamassivs und gleichzeitig der Balkanhalbinsel ist der Musala mit 2925 Metern. Der zweithöchste Gipfel Bulgariens ist der 2915 Meter hohe Wichren im Piringebirge. Auf den beiden Seiten des Balkangebirges befinden sich Tiefebenen: im Norden die ausgedehnte Donauniederung und im Südosten die fruchtbare Thrakische Niederung, die sich nach Osten bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Die Küste Bulgariens (360 Kilometer) weist zahlreiche ausgedehnte Strände auf. Das größte Becken Bulgariens ist das Becken von Sofia mit 24 Kilometer Breite und 96 Kilometer Länge.
 
Viele Flüsse bewässern das Staatsgebiet, jedoch ist nur die Donau (520 Kilometer auf bulgarischem Gebiet) schiffbar. In der Donau befinden sich auch zahlreiche Inseln, die zum Teil zu Bulgarien gehören. Die größte Insel ist Belene mit ca. 7 Tausend Hektar. Der größte Fluss Bulgariens ist der Iskar mit 368 Kilometern. Weitere wichtige Flüsse sind Jantra, Kamčija, Marica, Struma und Mesta. Der größte See des Landes ist der Burgas-See mit 27 Quadratkilometer. Außerdem erwähnenswert sind die Sieben Rila-Seen, die sich auf einer Höhe von 2000 Metern befinden. Eine Besonderheit stellen die über 500 Mineralquellen dar.
 
Auf dem größten Teil Bulgariens herrscht das mäßig kontinentale Klima vor, da die Berge die mediterranen Luftmassen abhalten. Nur der Süden des Landes ist mediterran geprägt. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei 2°C. Im Juli liegen sie bei 24°C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt jährlich 650 mm. In den Bergregionen können jedoch über 1000 mm fallen.

Die Vegetation Bulgariens ist sehr variabel. Circa ein Drittel des Landes ist mit Wald bedeckt. Es überwiegen Laubbäume (Eichen und Buchen), die in höheren Lagen durch Nadelbäume (Kiefern, Fichten und Tannen) abgelöst werden. Im Süden wachsen immergrüne Strauchgewächse, die für den gesamten Mittelmeerraum typisch sind. In den Waldgebieten findet man noch Raubtiere (Braunbär, Wolf, Wildkatzen.), sowie Rehe, Hirsche und Wildschweine.