Bulgarien: Wirtschaft

Bulgarien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.300  € liegt Bulgarien im unteren Viertel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit 59% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 56,3% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 32% des Bruttoinlandsproduktes und 32,9% der Erwerbstätigen. 10% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 10,8% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei extrem hohen 9,9%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 6%. Bulgarien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Lew.
 
Besonders entwickelt sind die Branchen: Nahrungsmittel und -verarbeitung, Tabakindustrie, Metallindustrie und Chemische Industrie.
 
Wirtschaftlich gesehen hat Bulgarien ein schweres Erbe zu tragen. Nach dem Untergang der kommunistischen Regierungen in Osteuropa brach ebenfalls die länderübergreifende Infrastruktur zusammen, in die Bulgarien eng eingebunden war. Nach einer schwierigen Phase des Übergangs von der Plan- zur Marktwirtschaft erholte sich das Land erst Ende der 90-er Jahre, nicht zuletzt dank der Hilfe der Europäischen Union und der Weltbank. Seit einigen Jahren wird in Bulgarien die Tourismusbranche ausgebaut. Neben dem Städtetourismus (Sofia, Plowdiw, Rila-Kloster), gewinnt auch der Wander- (Pirin- und Rilagebirge), Bade- (Warna, Nessebar, Sonnenstrand) und Wintertourismus (Borovez, Bansko) weiter an Bedeutung.