Dänemark: Geschichte

Die erste Besiedlung Dänemarks reicht bis 10000 v.Chr. zurück, wobei vor allem der Süden des Landes bevölkert wurde. Die restlichen Teile des Landes konnten erst nach dem Rückgang der Eisdecke besiedelt werden.
 
Im Frühmittelalter drangen dänische Stämme nach Jütland, die sich im Laufe der Zeit zusammenschlossen. Im 9. Jahrhundert unterwarf Godfred ganz Dänemark, Südschweden und Schleswig, wo er zum Schutz seiner südlichen Grenzen ein 30 Kilometer langes Verteidigungssystem errichten ließ. Jedoch bestand Dänemark weiterhin aus mehreren Teilkönigreichen, die Gorm der Alte im 10. Jahrhundert größtenteils vereinte. Zu dieser Zeit vermehrten sich Wikingerüberfälle auf benachbarte Länder, die unter Knut dem Großen in der Eroberung Englands, Norwegens und schleswigscher Gebiete mündeten. Nach seinem Tod zerfiel jedoch dieses Großreich.
 
Erneute Versuche in den nachfolgenden Jahrhunderten die Gebiete zu erweitern schlugen jedoch weitgehend fehl. Erst im 14. Jahrhundert gelang es Margarethe I. die drei Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden in der Kalmarer Union zu vereinen, was mit Unterbrechungen bis ins 16. Jahrhundert Bestand hatte. Im Jahre 1523 erkämpfte Gustav I. Eriksson Wasa die Unabhängigkeit Schwedens. Das geschwächte Land geriet in den folgenden Jahren in eine Fehde zwischen dem abgesetzten König Christian II. und dem vom Adel gewählten Christian III. Daraus ging Christian III. als Sieger hervor und konnte auch die von ihm unterstützte lutheranische Religion als Staatsreligion durchsetzten. Im 17. Jahrhundert verlor Dänemark einige Kriege und musste Gebiete an Schweden abtreten. Dies konnte jedoch die königliche Macht nicht schwächen und im Jahre 1660 wurde in Dänemark die Erbmonarchie eingeführt. Im Zuge dieser Staatsreform verlor der Adel seine Steuerfreiheit.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts unterstützte Dänemark Napoleon bei seinen Kriegen. Nach der Niederlage Napoleons musste Dänemark Norwegen an Schweden abtreten. Im Resultat der europäischen Revolutionen rief auch Dänemark im Jahre 1849 eine Verfassung aus, die die Rechte des dritten Standes deutlich erweiterte. Zu weiteren Gebietsabtretungen kam es im Jahre 1864, als Dänemark im Deutsch-Dänischen Krieg Schleswig und Holstein verlor. Fortan betrieb Dänemark eine Politik der Neutralität, die auch im 1. Weltkrieg Bestand hatte.
 
Während des 2. Weltkrieges war Dänemark 5 Jahre lang besetzt und suchte nach der Befreiung den Anschluss an Westeuropa. Es schloss sich zahlreichen internationalen Organisationen, wie z.B. UNO, Nato und Europarat an. Seit 1973 ist Dänemark ein Mitglied der EU.