Deutschland: Gesellschaft

Mit 82,5 Mio. Einwohnern weist Deutschland eine Bevölkerungsdichte von 231 Einwohnern pro Quadratkilometer auf, die jedoch ungleichmäßig auf dem Staatsgebiet verteilt ist: von 76 Einwohnern pro Quadratkilometer in Mecklenburg-Vorpommern bis 1100 Einwohnern pro Quadratkilometer im Ruhrgebiet. Somit zählt Deutschland zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas. 88% der Bevölkerung lebt in Städten. Die größten Städte Deutschlands sind Berlin (3.392 Tsd. Einw.), Hamburg (1.738 Tsd. Einw.), München (1.288 Tsd. Einw.), Köln (976 Tsd. Einw.) und Frankfurt am Main (651 Tsd. Einw.).
 
Deutschland zeigt praktisch kein Bevölkerungswachstum auf. Die Geburtenrate liegt bei 8,9‰ und die Sterberate bei 9,4‰. Auf Grund der Zuwanderung sinkt das Bevölkerungswachstum jedoch nicht. Die Lebenserwartung bei den Frauen beträgt 81,4 Jahre und bei den Männern 75,7 Jahre. Insgesamt überwiegen die Frauen in der Bevölkerungsstruktur (51,15%).
 
Die ethnische Zusammensetzung ist relativ homogen. Neben 91% Deutschen leben noch 9% Ausländer (Türken, Serben, Italiener, Griechen, Polen) und anerkannte Minderheiten mit Sonderrechten: Sorben, Dänen, Friesen, Sinti und Roma... In neuerer Zeit sind zahlreiche Zuwanderungen aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion zu beobachten. Bei statistischen Erfassungen sind diese Aussiedler als Deutsche aufgeführt.
 
Die offizielle Sprache ist Deutsch, obwohl die Sprachen der Minderheiten in den jeweiligen Regionen gesetzlich verankert sind.
 
Die Römisch-Katholische und die Evangelische Kirche weisen beide 33% der Bevölkerung auf. Daneben gibt es Muslime, Orthodoxe und Juden.