Estland: Wirtschaft

Estland zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 12.000  € liegt Estland in der Mitte der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 67% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 59,5% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 29% des Bruttoinlandsproduktes und 34,7% der Erwerbstätigen. 4% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 5,8% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 7,9%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 9,8%. Estland gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist die Estnische Krone.

Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Maschinenbau,
  • Leichtindustrie,
  • Agrarnahrungsmittelindustrie und
  • die Holzverarbeitung.

Estland hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Die konsequente neoliberale Umstrukturierung bewirkte, dass die estnischen Produkte auf dem Weltmarkt immer konkurrenzfähiger werden. Auch die Entwicklung des Tourismus trägt zur positiven Wirtschaftsbilanz bei. Ausgedehnte Wälder, einsame Strände und mittelalterliche Städte ziehen zahlreich Besucher an. Besonders beliebt ist die Hauptstadt Tallin, sowie Tartu und Haapsalu.