Finnland: Wirtschaft

Finnland zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den hochentwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 29.600 € liegt Finnland im oberen Drittel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 66% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 69,2% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 31% des Bruttoinlandsproduktes und 25,8% der Erwerbstätigen. 3% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 5% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 8,4%. Das Wirtschaftswachstum liegt in den letzten Jahren stabil bei über 2%. Finnland gehört seit 2002 zur Eurozone.
 
Auf Grund der spezifischen Naturbedingungen spielt die Landwirtschaft in Finnland eine untergeordnete Rolle mit Ausnahme der Forstwirtschaft, die traditionell als Zulieferer für die holzverarbeitende Industrie einen bedeutenden Anteil am BIP aufweist. Heute ist ihr Anteil in der Wirtschaftsstruktur gesunken, wohingegen die Elektronikindustrie einen regelrechten Boom zu verzeichnen hat. Das größte Unternehmen Finnlands ist das Mobilfunkunternehmen Nokia. Seit Ende des 20. Jahrhunderts gewinnt der Tourismus in Finnland an Bedeutung. Die unberührten Naturlandschaften ziehen immer mehr Individualreisende in ihren Bann. Im Winter ist Lappland mit seinen zahlreichen Sportzentren als Reiseziel sehr beliebt. Der Städtetourismus konzentriert sich in Helsinki, Turku und Tampere.