Frühgeschichte

Die ersten bedeutenden frühgeschichtlichen Hochkulturen in Europa entstanden in der Bronzezeit (3000 bis 1200 v.Chr.) im Mittelmeerraum. Die Insel-Kulturen auf den Kykladen und Kreta lebten überwiegend friedlich auf Grund der guten natürlichen Verteidigungsmöglichkeiten. Die Festlandkulturen in Mykene und Tiryns waren deutlich kriegerischer. Ihre Städte wurden von mächtigen Mauern umgeben und in den überlieferten Malereien spielen Jagd- oder Kriegszenen eine bedeutende Rolle.
 
Die Kykladenkultur erreichte wahrscheinlich als erste eine beachtliche Stufe in ihrer Entwicklung. Sie verbreitete sich seit etwa 3200 v.Chr. auf der Inselngruppe der Kykladen im Ägäischen Meer. Seit dem 2. Jahrtausend v.Chr. gerät die Kykladenkultur zunehmend unter den Einfluss der Minoischen Kultur und nach ca. 1400 v.Chr. verliert sie ihre Eigenständigkeit.
 
Die Minoische Kultur entstand auf der Insel Kreta und erhielt ihren Namen von dem legendären König Minos. Sie stellte ein Konglomerat mehrerer Siedlungen dar, die überwiegend von Landwirtschaft und Handel lebten. Die wichtigsten Städte auf Kreta waren Knossos, Phaistos und Malia. Um 1430 v.Chr. eroberten die Mykener Kreta.
 
Die Mykenische Kultur profitierte von den Errungenschaften der Kykladischen und Minoischen Zivilisationen, die sie im 15. / 13. Jahrhundert v.Chr. eroberten. Ihre stark befestigten Siedlungen (Mykene, Tiryns u.a.) zeugen von einem hohen Stand wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung. Außerdem kolonisierten sie mehrere Inseln im Mittelmeer und gründeten zahlreiche Siedlungen auf dem Festland, die sich in der Antike zu mächtigen Stadt-Staaten entwickelten: Athen, Korinth, Delphi, Theben...

Tags: