Geographie

Europa liegt auf der nördlichen Halbkugel im Westen des Kontinents Eurasien.
 
Über den genaueren Verlauf von Europas Grenzen gibt es mehrere unterschiedliche Theorien. Wenn man sich jedoch auf die institutionelle Annerkennung in der Politik (Europarat) oder im Sport (UEFA-Cup) bezieht, kann man sich auf folgenden Grenzverlauf einigen:

  • Im Norden ist Europa vom Arktischen Ozean (auch Nordpolarmeer genannt) begrenzt. Der nördlichste Punkt Europas ist das Kap Fligely der Rudolf-Insel des Franz-Joseph-Landes (ca. 81°5 n.Br.) und auf dem Festland ist es die norwegische Halbinsel Nordkinn (ca. 71° n.Br.)
  • Im Osten trennen das Uralgebirge, der Uralfluss, das Kaspische Meer Europa von Asien. Der östlichste Punkt Europas ist ein Hügel des Polar-Urals (ca. 60° ö.L.)
  • Die südlichen Grenzen bilden der Kaukasus, das Schwarze Meer, der Bosporus und das Mittelmeer. Der südlichste Punkt ist die griechische Insel Ganvos (ca. 34° n.Br.) und auf dem Festland die Punta de Tarifa in Spanien (ca. 36° n.Br.)
  • An den westlichen Grenzen Europas liegt der Atlantische Ozean. Der westlichste Punkt Europas ist das Kap Bjargtangar im Nordwesten Islands und auf dem Festland das Kap Cabo da Roca in Portugal (ca. 9° w.L.)

Mit einem Gebiet von mehr als 10 Mio. km² ist Europa der zweitkleinste Erdteil, nur Ozeanien ist kleiner. 49 Länder befinden sich (ganz oder nur zum Teil) in Europa – von den kleinsten Staaten, wie z.B. dem Vatikan oder Monaco, bis zum riesigen Russland, das sowohl in Europa, als auch in Asien liegt und dessen europäischer Teil fast die Hälfte der Fläche von Europa bildet.
 
Trotz der vergleichsweise kleinen Fläche, bietet Europa eine außerordentliche Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften, klimatischen Bedingungen und Vegetationen. Wenn das Relief in Westeuropa ungefähr zu Hälfte aus Flachland und Gebirgen besteht, ist die Oberfläche Osteuropas überwiegend flach mit einigen Landschaften, die sogar unter dem Meeresspiegel liegen, wie z.B. die Kaspische Senke mit 28 Meter unter der 0-Meter-Höhenlienie. Das Klima ist vorwiegend gemäßigt. Im Westen ist ein Seeklima mit milden Wintern bestimmend und im Osten ein Kontinentalklima mit kalten und schneereichen Wintern und heißen trockenen Sommern. Im Norden herrscht ein Arktisches und Subarktisches Klima mit durchschnittlichen Julitemperaturen zwischen 2 und 6°C. Die Vegetation in diesem Teil Europas ist auf Grund des kurzen Sommers nur dürftig: lediglich Moose, Gräser und niederwüchsige Sträucher können in den endlosen Gebieten der Kältewüste wachsen. Weiter südlich überwiegt die baumreiche Vegetation – zuerst Fichten und Kiefern, dann Buchen und Eichen. In den gemäßigten Zonen dominieren Mischwälder, die im Mittelmeerraum durch menschliche Einwirkung in den Tieflagen fast vollständig ausgerottet wurden. In den Gebirgen ist die Vegetation besser erhalten geblieben und hier findet man immergrüne Bäume und Sträucher (Steineiche, Kiefern, Lorbeer…). Da die Tierwelt sehr stark mit der Vegetation verbunden ist, beobachtet man bei der Verteilung der Zoobestände die gleiche Abhängigkeit von den Naturbedingungen:

  • Nagetiere und Insektenfresser in nördlichen Regionen;
  • Wölfe, Bären, Füchse, Rehe in gemäßigten Zonen;
  • Hasen, Mäuse, Hamster im Südosten;
  • Wildziegen und zahlreiche Reptilien im Mittelmeerraum.