Georgien: Wirtschaft

Zu Beginn der 90-er Jahre erlitt Georgien eine schwere Wirtschaftskrise, da die georgische Industrie und Landwirtschaft stark in das Wirtschaftssystem der Sowjetunion eingebunden war und Georgien nach dem Zerfall der Sowjetunion praktisch keine Zulieferungen mehr bekam. Der Export in die ehemaligen Sowjetrepubliken wurde ebenfalls sehr eingeschränkt.
 
Die militärischen Konflikte mit den autonomen Gebieten schwächten das Land und verhinderten die Entwicklung des Tourismus. Seit 1995, nicht zuletzt mit der Hilfe des Internationalen Währungsfonds, gelang es die georgische Wirtschaft zu stabilisieren. Im Jahre 2005 betrug das Wirtschaftswachstum 9%, jedoch verbunden mit einer Inflationsrate von 8,9% und einer offiziellen Arbeitslosenquote über 12%. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 1415,6 US-$ pro Kopf.
 
Nach dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt zu urteilen liegen die Dienstleistungen mit 54% an erster Stelle, gefolgt von der Industrie mit 25% und der Landwirtschaft mit 20%. 53% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 9% arbeiten in der Industrie und 38% im Dienstleistungssektor.