Irland: Geographie

Irland liegt in CarrantuohillNordeuropa auf der gleichnamigen Insel westlich von Großbritannien im Atlantik. 5/6 der Insel entfallen auf die Republik Irland (70273 Quadratkilometer), den übrigen Teil nimmt Nordirland ein, das zum Vereinigten Königreich gehört. Zu dem Staatsgebiet von Irland zählen auch zahlreiche Inseln. Die größte ist Achill Island im Nordwesten des Landes. Weitere große Inseln sind Aran Islands und Valentia Island.
 
Das Landesinnere Irlands ist überwiegend flach und von Hochmooren durchsetzt. Zu den Küsten hin wird die Landschaft hügeliger. Die höchste Erhebung ist der Carrantuohill mit 1041 Meter im Südwesten der Insel. Die steil zum Meer abfallenden Klippen im Westen und Süden des Landes sind ein beeindruckendes Naturschauspiel. Zahlreiche Buchten (Donegal Bay, Galway Bay, Lough Foyle...) zerklüften die irische Küste. Von Norden nach Süden fließt der Shannon, der mit 386 Kilometer der längste Fluss der Insel ist. Außerdem gibt es in Irland zahlreiche Seen (Lough Derg, Lough Allen, Lough Ree), die zum Teil sehr tief sind.
 
Das Klima Irlands ist ozeanisch ohne nennenswerte regionale Unterschiede. Durch den Golfstrom und warme Winde vom Atlantik wird das Klima gemäßigt, so dass die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter nur gering sind. Die durchschnittlichen Januartemperaturen liegen bei 4 - 7°C. Im Juli liegen sie bei 14 - 16°C. Die Niederschlagsmenge variiert je nach Region. Im Osten fallen jährlich ca. 800 mm, im Westen bis 2500 mm. Die niederschlagreiche Periode dauert von August bis Januar.
 
Irland ist ein grünes Land mit üppiger Vegetation, die jedoch nicht so artenreich ist, wie in anderen europäischen Ländern. Einzigartig ist die Landschaft Burren in der Grafschaft Clare, die über eine Vegetation aus unterschiedlichen Naturzonen verfügt. Auf einer kleinen Fläche wachsen arktische, alpine und mediterrane Pflanzen. Im 17. Jahrhundert wurden die Wälder in Irland großflächig abgeholzt, um Weiden für die Viehzucht zu schaffen. Heute findet man Wälder vor allem in Zentral- und Ostirland, jedoch treibt die Regierung eine Aufforstung hauptsächlich mit schnellwachsenden Nadelbäumen voran.

Foto: TOURISM IRELAND, Jonathan Hession 2002

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