Irland: Wirtschaft

Das flächenmäßig eher kleine Irland zählt heute nach den Wirtschaftsdaten zu den hochentwickelten Industrie-Agrarländern Europas. Im Jahre 2007 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 38.600 € und besitzt damit den 4. Platz in Europa. Diese positive wirtschaftliche Entwicklung verdankt Irland dem Erfolg der in den 90-er Jahren ins Leben gerufenen Wirtschaftsprogrammen, die eine Reduzierung der Inflation, eine erhöhte Qualifizierung der Arbeitskräfte und steigende Investitionen aus dem Ausland zum Ziel hatten. Der große Erfolg dieser Maßnahmen brachte Irland in der Anfangsphase ein Wirtschaftswachstum von 10%, heute liegt es bei 4,4%.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 56% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 66,2% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 41% des Bruttoinlandsproduktes und 27,6% der Erwerbstätigen. 3% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 6,2% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 4,3%.
 
Eine Besonderheit der irischen Wirtschaft ist die niedrige Unternehmenssteuer (12,5%). Außerdem hat Irland einen bemerkenswerten gesetzlichen Mindestlohn (1183 Euro), was nicht zuletzt zu einem hohen Lebensstandart führt. Im Großen und Ganzen entwickelt sich Irland wirtschaftlich im Einklang mit den anderen europäischen Industrieländern.

Tags: