Island: Geographie

Island Islandbefindet sich auf der gleichnamigen Insel im Nordatlantik zwischen Grönland und Norwegen und grenzt an den Polarkreis. Es ist die größte Vulkaninsel der Welt und auf die Fläche bezogen (103.000 Quadratkilometer) der zweitgrößte Inselstaat Europas nach dem Vereinigten Königreich. Im Norden wird Island durch die Grönlandsee, im Osten durch das Europäische Nordmeer und im Westen durch die Dänmarkstraße begrenzt.

Im Relief dominieren Hochebenen mit 400 bis 800 Metern, die steil zum Meer hin abfallen und Tausende von beeindruckenden Fjorden bilden. Aus diesen Plateaus erheben sich über 200 Vulkane, von denen einige noch aktiv sind. Der höchste Vulkan ist der Hvannadalshnukur mit 2119 Meter. Die Folgen der Vulkanaktivitäten sind häufige Gasaustritte, Geysire und Schlammseen. Der ausgeprägte Vulkanismus der Insel lässt sich durch die Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken erklären, der von Nordosten nach Südwesten verläuft. Hier stoßen die Nordamerikanische und die Eurasische Platte zusammen. Durch die Plattenbewegungen ergeben sich häufige Erdbeben, deren Epizentren vor allem im Norden und Südwesten lokalisiert sind. Über 10% der Landesfläche sind mit Gletschern bedeckt. Der größte Gletscher Islands und gleichzeitig Europas ist der Vatnajökull, der ca. 8% des Landes einnimmt und bis 900 Meter dick ist. Durch das Schmelzwasser der Gletscher wird Island reichlich mit Wasser versorgt. Zahlreiche Wasserfälle, Seen, und Flüsse prägen das Landschaftsbild. Der längste Fluss ist mit 230 Kilometern der Thjorsa. Der größte See ist der Thorisvatn, der bei einer Tiefe von über 100 Metern eine Fläche von ca. 88 Quadratkilometern aufweist.

Das Klima in Island ist subarktisch ozeanisch und wird durch den Golfstrom gemäßigt. Die Winter sind relativ mild (-1°C), jedoch windreich. Im Sommer herrschen Temperaturen mit durchschnittlich 11°C vor. In diesen Monaten verlässt die Sonne nur kurz den Himmel und sogar nachts ist es ziemlich hell. Die Niederschlagsmenge in Island liegt zwischen 500 und 4000 mm jährlich. Im Nordosten des Landes ist es trockener, da die Niederschläge am Gletscher Vatnajökull abregnen.

Die Vegetation Islands ist auf Grund des rauen Klimas spärlich. Es gibt kaum noch Wald auf Island, es wachsen überwiegend Moose und Flechten. Die Tierwelt ist wenig artenreich. Neben Rentieren leben auch Polarfüchse und der Mink. Berühmt sind die Islandpferde und der Papageitaucher, der als inoffizielles Wappentier Islands gilt.

Tags: