Kasachstan: Kultur

Vor dem Anschluss Kasachstans an Russland dominierte die nomadische Lebensweise, die natürlich Auswirkungen auf die Kultur hatte. Die erklärt, dass nicht viele Baudenkmäler in dieser Zeit errichtet wurden. Ausnahmen bilden die Kultgebäude – Moscheen oder Mausoleen, wie z.B. das Mausoleum des Ahmad Yasawi aus dem 14. Jahrhundert, das zum Weltkulturerbe zählt.
 
Die Menschen lebten in großen Zelten, den so genannten Jurten, die aus einem Holzgerüst mit Stoffabdeckung bestehen. Große Bedeutung kam dem Innendekor der Jurten zu, wodurch sich das Kunsthandwerk, vor allem die Teppichherstellung, entwickelte.
 
In der Literatur kamen überwiegend mündliche Formen zum Tragen, die entweder durch Gesang in Begleitung mit Saiteninstrumenten oder als Erzählung vorgetragen wurden. Erst im 19. Jahrhundert wurden diese Werke aufgeschrieben. Zu dieser Zeit dominierten die russischen Einflüsse und die meisten Künstler verwendeten für ihre Werke die russische Sprache. Diese Prozesse verstärkten sich noch, als Kasachstan ein Teil der Sowjetunion wurde. Die intensive Politik der Russifizierung führte u.a. zur Ersetzung des arabischen durch das kyrillische Alphabet. Nur wenige Schriftsteller, wie z.B. Abai Qunanbajuly (Kunanbajew) und Abdishamil Nurpeissow, bewahrten die kasachische Kultur.

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