Klima

Das Klima in Europa ist überwiegend gemäßigt kontinental mit kalten, schneereichen Wintern und heißen trockenen Sommern. Vor allem in Zentral- und Osteuropa beträgt der Unterschied zwischen Sommer- und Wintertemperaturen nicht selten 40°C.
 
Das Fehlen von Hochgebirgen im Nord-Osten Europas lässt kalte Luftmassen vom Nordpolarmeer ungehindert ins Landesinnere gelangen, wodurch kurze Sommer und lange kalte Winter mit 7 bis 9 Monaten geschlossener Schneedecke und durchschnittlichen Wintertemperaturen von –20 bis –24°C resultieren.
 
Das Klima in West- und Südeuropa unterliegt auf Grund des Einflusses der Ozeane weniger Schwankungen und ist deutlich milder. Die milden Temperaturen in Südeuropa lassen sich durch den Einfluss warmer Luftmassen vom Südatlantik über das Mittelmeer erklären. Hier liegen die durchschnittlichen Wintertemperaturen im Bereich von 10-12°C.
 
Westeuropa profitiert trotz seiner nördlichen Lage von dem Einfluss des warmen Golfstroms. Die warmen Winde vom Atlantik bringen jedoch nicht nur milde Temperaturen mit sich, sondern auch eine erhebliche Menge an Niederschlägen, deren Ausbreitung nach Osten durch die Alpen und das Zentralmassiv verhindert wird. An der Atlantikküste beträgt die jährliche Summe der Niederschläge 1000-2000 mm. Weiter östlich reduziert sich die Niederschlagsmenge auf 500-300 mm und erreicht ihr Minimum mit 200 mm in dem Gebiet um das Kaspische Meer. Jahreszeitlich betrachtet verteilt sich die Niederschlagsmenge je nach Gebiet unterschiedlich:

  • an der Atlantikküste fallen im Sommer und Winter ungefähr gleiche Mengen an Niederschlägen;
  • im Mittelmeerraum und an der Krim zeigen sich klare Maxima im Winter;
  • im Landesinneren überwiegen deutlich die Niederschläge im Sommer.