Kroatien: Wirtschaft

Kroatien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den gut entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 10.680 € liegt Kroatien im Mittelfeld der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 62% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 54% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 31% des Bruttoinlandsproduktes und 29% der Erwerbstätigen. 7% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 17% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 15%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 4%. Kroatien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Kuna.

Die wirtschaftliche Entwicklung Kroatiens litt Ende des 20. Jahrhundert unter den Folgen des Kroatien-Krieges und unter der Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft. In letzter Zeit jedoch verzeichnet das Land wieder spürbare wirtschaftliche Erfolge und wachsende Exportzahlen.

Zu den führenden Branchen zählen:

  • Erdöl- und Schwerindustrie,
  • chemische Industrie,
  • Nahrungsmittelerzeugung und
  • Schiffsbau.

Seit 2000 wächst auch die Tourismusbranche. Reiche Naturlandschaften, wie der Nationalpark Plitvicer Seen, unberührte Strände an der Adriaküste, sowie bemerkenswerte Kulturdenkmäler aus der Antike und dem Mittelalter ziehen zunehmend Besucher an. Besonders reizvoll ist auch der Städtetourismus in Zagreb, Dubrovnik, Poreč und Split.