Lettland: Geschichte

Die dauerhafte Besiedelung des Gebietes des heutigen Lettland erfolgte vor 11000 Jahren, als die Gletscher zurückwichen. Im 3. Jahrtausend v.Chr. kamen von Osten finno-ugrische Stämme, die sich mit der Urbevölkerung vermischten. 2000 v.Chr. kamen Balten in die Gebiete, die die ansässige Bevölkerung nach Norden vertrieb. Lange Zeit diente der Fluss Düna als Grenze zwischen den baltischen und finnischen Stämmen.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts drang von Süden der Deutsche Orden in die Gebiete ein. Nach dem Livländischen Krieg (1558 - 1583) wurde das Territorium des heutigen Lettland zwischen Polen-Litauen und Schweden aufgeteilt. Im Großen Nordischen Krieg (1700 - 1721) gewann Russland die Vorherrschaft über die schwedischen Gebiete und teilte sie in das Gouvernement Kurland und das Gouvernement Livland auf. Im Jahre 1795 kam auch der polnische Teil zu Russland. Nach der Oktoberrevolution erklärte Lettland im Jahre 1918 seine Unabhängigkeit.
 
Nach dem Hitler-Stalin-Pakt besetzte die Sowjetunion im Jahre 1940 Lettland und integrierte es als Lettische Sowjetische Sozialistische Republik in die UdSSR. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war Lettland eine der ersten Republiken, die ihre Unabhängigkeit anstrebte. Im Jahre 1991 wurde Lettland ein souveräner Staat, der sich aktiv an der europäischen Politik beteiligt. Seit 2004 ist Lettland ein Mitglied der Europäischen Union.