Lettland: Wirtschaft

Lettland zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 5.600  € liegt Lettland im unteren Drittel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 74% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 60,9% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 22% des Bruttoinlandsproduktes und 26,5% der Erwerbstätigen. 4% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 12,5% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 9%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 10,2%. Lettland gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Lats.
 
Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Maschinenbau,
  • Leichtindustrie,
  • Agrarnahrungsmittelindustrie und
  • die Holzverarbeitung.

 
Lettland ist auf dem Weg, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Die konsequente neoliberale Umstrukturierung bewirkte, dass die lettischen Produkte auf dem Weltmarkt immer konkurrenzfähiger werden. Auch die Entwicklung des Tourismus trägt zur positiven Wirtschaftsbilanz bei. Eine nicht unwesentliche Rolle spielen dabei die niedrigen Preise für Direktflüge nach Lettland, sowie die durch die Unesco unterstützten Baumaßnahmen in Riga. Die lettische Hauptstadt verfügt über ein reiches kulturelles Erbe. Sehenswert ist der Dom mit seiner einzigartigen Orgel, die aus über 6700 Pfeifen besteht. Ein Wahrzeichen Rigas ist die Petrikirche mit ihrer originellen Turmspitze, die man von überall aus in der Stadt sehen kann. Der wichtigste Kur- und Badeort in Lettland ist Jurmala an der Ostsee. Berühmt ist Jurmala auch als Veranstaltungsort des internationalen Musikwettbewerbes Neue Welle. Aber auch Naturliebhaber können sich in den zahlreichen Naturparks zerstreuen. Besonders interessant sind die Irrlichter über den Mooren.