Liechtenstein: Geographie

Das Fürstentum Liechtenstein ist mit einer Fläche von 160 Quadratkilometer das viertkleinste Land Europas und das kleinste deutschsprachige Land der Welt. Es liegt in Westeuropa, in Grenzbereich zwischen der Schweiz im Westen und Süden und Österreich im Osten.
 
Die Landschaft ist überwiegend gebirgig mit Höhen zwischen 430 Meter (Ruggeller Riet) und 2599 Meter (Grauspitz). Ungefähr drei Viertel des Staatsgebietes nehmen die Nördlichen Kalkalpen ein. Im Westen liegt die fruchtbare Rheinebene, die landwirtschaftlich intensiv genutzt wird.

Das Territorium Liechtensteins wird durch den Rhein und seine östlichen Nebenflüsse entwässert. Er verläuft im Westen des Landes an der Grenze zu Schweiz. Ein weiterer wichtiger Fluss ist die Samina, die mit 12 Kilometern die östlichen Gebirgstäler Liechtensteins von Norden nach Süden durchquert. Der größte See mit 2,6 Hektar ist das Gampriner Seele, das im Nordwesten des Landes liegt.
 
Das Klima ist mäßig kontinental, wobei es in den Tälern wärmer und in den Hochlagen kühler ist. Die durchschnittlichen Wintertemperaturen liegen bei -1°C, die Sommertemperaturen bei 21°C. Die jährliche Niederschlagsmenge bewegt sich zwischen 800 in den Tälern und 2400 mm im Gebirge. Die häufigen Föhnwinde bringen warme Temperaturen mit sich, können sich jedoch zu Stürmen entwickeln.

Die Vegetation Liechtensteins ist vielfältig. Ca. 40% des Landes sind bewaldet. In niedrigen Lagen dominieren Laubmischwälder (Eichen, Buchen), die ab 1300 Meter in Nadelwälder (Tannen) übergehen. In höheren Lagen wachsen subalpine und alpine Sträucher und Gräser.
 
Die Tierwelt in den Tälern besteht aus Rotwild, Füchse und Hasen und in den Bergen gibt es Murmeltiere und Gämsen.