Liechtenstein: Wirtschaft

Liechtenstein zählt nach den Wirtschaftsdaten, obwohl es ein sehr kleines Land ist, zu den weit entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 90.000 Euro liegt Liechtenstein weit oben in der Liste der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 52% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 54,8% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 40% des Bruttoinlandsproduktes und 43,9% der Erwerbstätigen. 7% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 1,3% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 2,4%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 3,7%. Liechtenstein gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Schweizer Franken.
 
Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Schwerindustrie,
  • Maschinenbau,
  • Pharma- und Lebensmittelindustrie.

 
Seit 1924 bildet Liechtenstein zusammen mit der Schweiz eine Zoll- und Währungsunion, was über die Jahre zu einer engen Verbundenheit der Wirtschaftssysteme beider Länder führte. Die besonders günstige Steuerbelastung und das strenge Bankgeheimnis lockte Zigtausend ausländische Firmen nach Liechtenstein. Die Steuerabgaben dieser Gesellschaften bilden einen bedeutenden Teil der Staatseinnahmen, aber auch die liechtensteinerischen Unternehmen aus dem Finanzsektor erzielen überdurchschnittlich hohe Gewinne. Ebenfalls wichtig für das Staatsbudget ist der Tourismus. Vor allem im Winter ist Liechtenstein auf Grund seiner attraktiven Skigebiete sehr beliebt, aber auch kleine malerische Städtchen ziehen zahlreiche Besucher an.