Litauen: Wirtschaft

Litauen zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 5.800  € liegt Litauen im unteren Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 61% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 56,1% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 33% des Bruttoinlandsproduktes und 28,1% der Erwerbstätigen. 5,7% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 15,8% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 8,2%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 7,5%. Litauen gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Litas.
 
Litauen hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Maschinenbau,
  • Metall- und Holzverarbeitung,
  • Leichtindustrie und
  • Agrarnahrungsmittelindustrie.

Die einzelnen Branchen sind in Litauen geografisch verteilt: im Norden dominiert die Landwirtschaft, im Osten der Maschinenbau und die Holzverarbeitung, im Süden die Agrarnahrungsmittelindustrie und die Energiewirtschaft, im Westen der Schiffsbau und der Fischfang.
 
Die Entwicklung des Tourismus trägt zur Verbesserung der Wirtschaftsbilanz bei. Ausgedehnte Wälder, einsame Strände und mittelalterliche Städte ziehen zahlreich Besucher an. Besonders beliebt ist die Hauptstadt Vilnius, sowie Klaipeda und Kaunas.