Mazedonien: Geographie

Mazedonien liegt in Südeuropa und grenzt an den Kosovo, Serbien, Bulgarien, Griechenland und Albanien. Das ehemalige jugoslawische Mazedonien befindet sich auf der Balkanhalbinsel und hat als einziges Land dieser Region keinen direkten Zugang zum Meer. Jedoch seine zentrale Lage auf der Halbinsel macht es zu einem wichtigen Transitland zwischen Westeuropa und Griechenland. Mit 25.333 Quadratkilometern gehört es zu den kleineren europäischen Ländern.
 
Das Relief Mazedoniens ist überwiegend gebirgig, mit zahlreichen Gipfeln über 2 Tausend Meter. Der höchste Berg ist der Korab mit 2764 Metern. Zu den wichtigsten Gebirgen Mazedoniens zählen:

Zwischen den Gebirgen erstrecken sich Hoch- (Polog, Pelagonien, Ovce Pole) und Tiefebenen (Wardar-Ebene). Die Wardar-Ebene, die durch den mit 388 Kilometern längsten Fluss des Landes geprägt wird, weist die geringste Höhe (50 Meter) auf. Der Wardrar fließt in das Ägäische Meer, wie auch die meisten Flüsse Mazedoniens (z.B. Bregalnica, Pčinja, Treska und Strumica). Nur wenige Flüsse, wie z.B. Crni Drim und Radika, entwässern in das Adriatische Meer. In den Bergen gibt es viele Gletscherseen, die größten Seen Mazedoniens (Ohridsee mit 348 Quadratkilometern, Prespasee mit 274 Quadratkilometern) sind jedoch tektonischen Ursprungs.

Mazedonien liegt in einer Erdbeben gefährdeten Region. Seine Hauptstadt Skopje war bereits 4 Mal von dieser Naturkatastrophe betroffen.

Auf Grund der geografischen Lage zeigt sich in Mazedonien ein Übergang vom mediterranen Klima in den flachen Regionen zum Gebirgsklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Winter und Sommer. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei 1°C. Im Juli liegen sie bei 24°C. Die Niederschlagsmenge variiert je nach Region. Im Flachland fallen jährlich um 600 mm und in den Bergregionen bis 2000 mm.

Die Vegetation Mazedoniens ist sehr variabel. In den Regionen mit mediterranem Klima wachsen überwiegend gemischte Wälder (Eichen, Buchen, Kastanien, Wahlnussbäume), in den Mittelgebirgen Nadelbäume (Tannen, Kiefern). Für die Hochgebirge sind große Weideflächen mit artenreichen Gräsern typisch. Die fruchtbaren Beckenlandschaften werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Tierwelt in den unberührten Gebirgsregionen bilden u.a. Füchse, Braunbären, Wölfe und Steinböcke.