Mazedonien: Wirtschaft

Mazedonien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.128  € liegt Mazedonien im unteren Viertel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 58% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 48% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 29% des Bruttoinlandsproduktes und 32% der Erwerbstätigen. 13% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 19,5% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei extrem hohen 32%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 2,4%. Mazedonien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Mazedonische Denar.
 
Besonders entwickelt sind die Branchen:

  • Metallurgie,
  • Maschinenbau,
  • Textil- und Agrarnahrungsmittelindustrie.

Wirtschaftlich gesehen hat Mazedonien ein schweres Erbe zu tragen. Die Kosovo-Krise stellte eine starke Belastung dar. Erst nach der Konfliktlösung begann die Wirtschaft langsam zu wachsen, jedoch erschweren ethnische Spannungen und die hohe Arbeitslosigkeit noch immer die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Von diesen Umständen ist auch der Tourismus betroffen. Lediglich die Gebiete um die großen Seen (Ohrid- und Prespasee), sowie einige Gebirgsregionen ziehen ausländische Touristen an.