Monaco: Geschichte

Das Gebiet des heutigen Monaco wurde bereits in der Altsteinzeit besiedelt. Während der Frühgeschichte kamen Ligurer in diese Region. Phönizier und später Griechen befestigten diesen strategisch wichtigen Ort zwischen Genua und Marseille, der im 1. Jahrhundert an das Römische Reich fiel. Durch das Gebiet verlief eine der wichtigsten Straßen des Reiches, die Via Julia.

Nach dem Zerfall des Römischen Imperiums wurden die Gebiete des heutigen Monaco stark umkämpft und wechselten ständig ihre Besitzer, bis sich die mächtige Dynastie Grimaldi im Jahre 1297 durchsetzen konnte. Mehrmals wurden sie aus Monaco vertrieben und erst im Jahre 1419 gelangten sie entgültig an die Macht. Seit dieser Zeit versuchte Monaco durch geschickte Diplomatie und den Verzicht auf bedeutende Teile seines Gebietes ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Im Jahre 1612 wurde Monaco zum Fürstentum erhoben und behielt diesen Status bis heute. Nur die Französische Revolution unterbrach die Staatsentwicklung und integrierte Monaco als Verwaltungseinheit. Nach dem Wiener Kongress erreichten die Monegassen wieder ihre Unabhängigkeit, jedoch stehen sie bis heute im Einflussbereich Frankreichs. Geschrumpft auf ein Zwanzigstel seines Gebietes und ohne nennenswerte wirtschaftliche Ressourcen war Monaco mit schwerwiegenden finanziellen Problemen konfrontiert.
 
Im Jahre 1863 initiierte Fürst Karl III. die Eröffnung eines Spielkasinos durch den Bankier François Blanc. Eine gleichzeitige Eisenbahneinbindung und die Eröffnung gigantischer Luxushotelanlagen ließen die Wirtschaft boomen. Sehr schnell entwickelte sich Monaco zu einem der beliebtesten Aufenthaltsorte für Reiche und Superreiche. Die attraktive Steuerpolitik spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

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