Montenegro: Wirtschaft

Montenegro zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.638  € liegt Montenegro im unteren Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 51% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 58% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 33% des Bruttoinlandsproduktes und 34% der Erwerbstätigen. 16% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 7,3% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 30%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 4,7%. Montenegro gehört nicht zur Europäischen Währungsunion, verwendet jedoch den Euro als Landeswährung.

Die wirtschaftliche Entwicklung Montenegros leidet unter der schlechten Infrastruktur des Landes. Dies hemmt die Entfaltung des vorhandenen Potentials in der Landwirtschaft und Industrie. Auch die Gewinnung von Bodenschätzen, wie Bauxit, Braunkohle und Eisenerz, gestaltet sich schwierig. Montenegros Gesetzgebung legt einen großen Wert auf die ökologische Ausrichtung ihrer Wirtschaft, auch um den Tourismus zu fördern, der sich rasant entwickelt und inzwischen einen 15%-igen Anteil am BIP des Landes zeigt. Beliebt sind die Kurorte an der Adria Herceg Novi und Budva, die historischen Städte P Podgorica, Ulcinj, Bar und Kotor, sowie das Kloster Ostrog. Die einzigartigen Naturlandschaften (Tara-Schlucht, Nationalpark Durmitor, Bucht von Kotor und Skutarisee) ziehen jährlich Tausende Touristen an.