Niederlande: Geographie

Die Niederlande liegen im Nordwesten Europas und grenzen an Deutschland und Belgien. Im Norden und Westen werden sie von der Nordsee begrenzt, wo sich auch die Westfriesischen Inseln befinden, die vom Land durch das Wattenmeer getrennt sind. Zum Königreich der Niederlande gehören auch die Niederländischen Antillen und die Insel Aruba in der Karibik. Die 800 Kilometer lange Küste ist von Dünen gesäumt.

Die Niederlande umfassen eine Gesamtfläche von 41.526 Quadratkilometer. Die Oberflächengestalt Hollands ist sehr flach. Rund ein Viertel des Landes, der Großteil des Nordens und Westens, liegt unterhalb des Meeresspiegels. Um das Land vor Überflutungen zu schützen, wurden mehrere Tausend Deiche, Staudämme und Kanäle errichtet, die das Landschaftsbild Hollands prägen. Der höchste Berg befindet sich im Dreiländereck an der Grenze zu Belgien und Deutschland. Es ist der Vaalserberg mit 322 Metern.

Auf dem Gebiet der Niederlande treffen sich die drei große europäische Flüsse Rhein, Maas und Schelde in einem schiffbaren Delta. Durch das Errichten eines Staudammes an der Nordsee-Bucht Zuiderzee entstand der größte Süßwassersee der Niederlande, das Ijsselmeer, sowie weitere Binnenseen (Markermeer, Ijmeer u.a.). Nach der Trockenlegungen eines Teils dieser Gebiete gewann man mehrere Tausende Hektar Land, wodurch auch die zwölfte Provinz Flevoland geschaffen wurde.

Das Klima ist gemäßigt maritim mit kühlen Sommern (16,5°C) und milden Wintern (2°C). Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in allen Gebieten beträgt ca. 760 Millimeter, die gleichmäßig auf alle Jahreszeiten verteilt ist.

Die Vegetation der Niederlande unterlag starken Eingriffen durch den Menschen. Die ehemals ausgedehnten Wälder (Eichen, Buchen, Birken...) nehmen nur noch ca. 8% der Landesfläche ein. Die Wälder wurden größtenteils in Heidefläche umgewandelt und mit Kiefern aufgeforstet. In den Wäldern leben mitteleuropäische Tierarten, wie Eichhörnchen, Fuchs und Reh. Besonders artenreich ist dagegen die Vogelwelt (Gänse, Enten, Säbelschnäbler und Möwen), die in den Flussdeltas und im Wattenmeer ideale Bedingungen für die Überwinterung finden.