Niederlande: Wirtschaft

Die Niederlande zählen nach den Wirtschaftsdaten zu den hochentwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 30.700 € liegen die Niederlande im oberen Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 73% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 79% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 24,5% des Bruttoinlandsproduktes und 17,6% der Erwerbstätigen. 2,5% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 3,3% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 4,7%. Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich in den letzten Jahren und liegt bei ca. 1%.

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen gehören die Nahrungsmittelindustrie, die chemische Industrie, Mineralölverarbeitung und Elektronikindustrie. Eine außergewöhnlich wichtige Rolle spielt die Landwirtschaft. Holland ist das führende europäische Land beim Schweinefleischexport. Ebenfalls wichtig ist der Gemüseanbau und die Schnittblumenproduktion. Große Beliebtheit genießen die niederländischen Milchprodukte und vor allem der holländische Käse.

Ein weiterer bedeutender Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Die Seebäder an der Nordsee und die malerischen Städte des Landes (Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Delft u.a.) ziehen Jahr für Jahr über 3 Millionen Besucher in ihren Bann. Empfehlenswert ist ein Besuch der Grachten von Utrecht, das Land van Leeghwater mit seinen Deichen, Poldern, und Windmühlen oder die kleinste Stadt Hollands Bronkhorst.