Norwegen: Wirtschaft

Norwegen zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den hochentwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 51.500 € liegt Norwegen nach Luxemburg an zweiter Stelle.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 59% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 74% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 39% des Bruttoinlandsproduktes und 22% der Erwerbstätigen. 2% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 4% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 4,6%. Das Wirtschaftswachstum liegt in den letzten Jahren stabil bei über 2,3%. Norwegen gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist die Norwegische Krone.
 
Der wichtigste Wirtschaftszweig Norwegens ist die Erdöl- und Erdgasförderung, die hauptsächlich für den Export bestimmt ist. Norwegen ist weltweit der drittgrößte Exporteur von Energieressourcen. Die eigene Energieversorgung wird durch die zahlreichen Wasserkraftwerke abgedeckt. Die niedrigen Endverbraucherpreise führen jedoch zu einem enormen Stromverbrauch, da auch Gebäude überwiegend mit Strom geheizt werden.
 
Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind der Maschinenbau, die Metallindustrie, die Schifffahrt und die Fischerei. In den letzten Jahren spielt der norwegische Tourismus eine immer größere Rolle.