Polen: Wirtschaft

Polen zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 6.300  € liegt Polen in der Mitte der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 64% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 53,9% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 31% des Bruttoinlandsproduktes und 26,8% der Erwerbstätigen. 4,8% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 3,2% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 17,7%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 3,2%. Polen gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Zloty.
 
Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Nahrungsmittelindustrie,
  • Transportmittelproduktion,
  • Chemische Industrie und
  • Metallverarbeitung.

Polen hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Es erfolgte eine dynamische Infrastruktur und eine breite Privatisierung der Unternehmen. Leider wurden die Umstrukturierungsprozesse von einer hohen Arbeitslosigkeit begleitet, die neben der Inflation zu den größten Problemen des Landes zählt.
 
Ein zukunftsträchtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Zur Zeit dominiert noch der Städtetourismus (Krakau, Warschau, Posen, Breslau), jedoch zieht die unberührte Natur Polens mit 23 Nationalparks immer mehr Individualtouristen an. Auch der Skisport in den Hochgebirgen verzeichnet in den letzten Jahren ein bedeutendes Wachstum.

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