Portugal: Geographie

Portugal liegt im Südwesten Europas und grenzt an Spanien. Im Süden und Westen wird es vom Atlantischen Ozean begrenzt. Die Küstenlinie mit einer Gesamtlänge von 1793 Kilometern ist flach, sandig und schwach gegliedert. Zu Portugal gehören auch zwei Inselgruppen im Atlantik, die Azoren (2,3 Tausend Quadratkilometer) und Madeira (0,8 Tausend Quadratkilometer).

Portugal umfasst eine Gesamtfläche von 92.345 Quadratkilometer und nimmt den westlichen Teil der Iberischen Halbinsel ein. Es stellt somit den westlichsten Teil Europas dar. Die Oberflächengestalt Portugals ist im Norden gebirgig. Es überwiegen jedoch plateauähnliche Erhebungen und mittelhohe Gebirge. Im zentralen Teil Portugals liegt die Serra da Estrela, eine Gebirgsgruppe mit Höhen bis zu 1993 Metern. Der höchste Berg befindet sich allerdings auf den Azoren. Es ist der Monte Pico mit 2351 Metern. Die südlichen Gebiete sind dagegen flach bis hügelig. Entlang der Küste erstreckt sich das Tiefland, nur an der Algarve fällt die Küste steil ab.

Die größten Flüsse Portugals Douro im Norden, Tejo im Zentrum und Guadiana im Südosten kommen von Spanien und sind nur im Unterlauf schiffbar. Außer als Transportweg werden die Flüsse für die Energiegewinnung und zur Bewässerung genutzt.

Das Klima ist mediterran, mit starken atlantischen Einflüssen im Norden. Die Sommer sind heiß und trocken mit durchschnittlichen Julitemperaturen um 22°C. Die Winter sind mild und feucht mit durchschnittlichen Januartemperaturen um 10°C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge schwankt zwischen 600 Millimeter im Süden und 3000 Millimeter in den Gebirgsregionen.

Auf dem Gebiet Portugals herrscht überwiegend immergrüne Mittelmeervegetation vor. Im Norden nähert sie sich der mitteleuropäischen Vegetation an. Die Gebirge sind reich an Wäldern mit Eichen und Kastanien, im Süden wachsen Eukalyptus- und Olivenbäume. Die Tierwelt ist typisch für den Mittelmeerraum mit zahlreichen mitteleuropäischen Arten: Wolf, Rotfuchs, Luchs, Waschbär...