Portugal: Gesellschaft

Mit 10,5 Mio. Einwohnern weist Portugal eine Bevölkerungsdichte von 115 Einwohnern pro Quadratkilometer auf, die jedoch ungleichmäßig auf dem Staatsgebiet verteilt ist. Die nördliche Hälfte des Landes ist deutlich dichter besiedelt als der Süden.
 
56% der Bevölkerung lebt in Städten, wobei jedoch den kleineren Städten mit weniger als 2000 Einwohnern eine große Rolle in der Verteilung der Bevölkerung zukommt. Die größten Städte Portugals sind Lissabon (681 Tsd. Einw.), Porto (309 Tsd. Einw.) und Vila Nova de Gaia (247 Tsd. Einw.).
 
Portugal zeigt ein Bevölkerungswachstum von 0,36% auf. Die Geburtenrate liegt bei 11,5‰ und die Sterberate bei 10,2‰. Die Lebenserwartung bei den Frauen beträgt 80,5 Jahre und bei den Männern 74,2 Jahre. Insgesamt überwiegen knapp die Frauen in der Bevölkerungsstruktur (51,3%).
 
Seit dem Beitritt zur Europäischen Union lässt sich eine vermehrte Zuwanderung, vor allem von Afrikanern, Südamerikanern und Osteuropäern beobachten. Auch zeichnet sich eine steigende Rückkehrerzahl der früher ausgewanderten Portugiesen ab. Aus diesem Grund ist die ethnische Zusammensetzung relativ homogen. Neben 97,5% Portugiesen leben hauptsächlich noch Spanier und Brasilianer auf dem Staatsgebiet.
 
Die offizielle Sprache ist Portugiesisch. Seit dem Jahr 1999 bekam das in einem kleinen Teil Nordostportugals gesprochene Mirandesische eine offizielle Anerkennung als Minderheitensprache.
 
Es überwiegt die ist römisch-katholisch Religion (88%). Daneben gibt es noch Protestanten, Muslime und Juden.