Portugal: Wirtschaft

Portugal zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Westeuropas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 13.900 € liegt Portugal in der Mitte der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 70% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 56,7% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 27% des Bruttoinlandsproduktes und 31,2% der Erwerbstätigen. 4% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 12,1% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 7,6%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 0,3%.
 
Besonders gut entwickelt sind die Branchen: Textilindustrie, Agrarnahrungsmittelindustrie (Wein und Olivenöl), Holzverarbeitung (Kork, Papier, Watte), Automobilindustrie und Fischerei.
 
Im Hinblick auf eine Mitgliedschaft in der EU unternahm Portugal in den 70-er Jahren eine tiefgreifende Umstrukturierung der Wirtschaft in Angriff. Mit Finanzmittel der EU gelang es Portugal seine Wirtschaft voranzutreiben. Trotzdem lassen sich auch heute noch Probleme auf Grund des ungenügenden Bildungsniveaus und der teilweise schlechten Infrastruktur beobachten. Ein Wirtschaftszweig, der im Wachstum begriffen ist, ist die Tourismusbranche. Portugal gehört zu den 10 am meisten besuchten Ländern in Europa. Die Algarve, Madeira und Lissabon sind die beliebtesten Urlaubsziele.