Rumänien: Geographie

Rumänien liegt in Osteuropa und grenzt an die Ukraine, Moldawien, Bulgarien, Serbien und Ungarn. Im Süd-Osten wird es durch das Schwarze Meer begrenzt. Die 245 Kilometer lange Küste weist mehrere feinkörnige Sandstrände und Badeorte auf.
 
Das Relief Rumäniens gliedert sich in drei etwa gleich große Landschaften, das Hochland, das Gebirge und die Ebene. Das Hochland, das berühmte Transsilvanien, nimmt den zentralen Teil ein mit Höhen zwischen 300 und 700 Metern. Es wird umrahmt von den Ost-, den Süd- und den Westkarpaten, die sich ihrerseits in das Apuseni, Poiana-Rusca und Banater Gebirge gliedern. Der höchste Berg ist der Moldoveanu mit 2544 Metern in den Südkarpaten. Östlich der Karpaten befindet sich die fruchtbare Pannonische Ebene. Insgesamt gibt es über 3.400 Seen in Rumänien. Am größten sind die Lagunen Razim (41,5 Quadratkilometer) und Sinoie (17,1 Quadratkilometer). Der wichtigste Fluss in Rumänien ist die Donau, die mit 1075 Kilometern auf rumänischem Gebiet an der Grenze zu Bulgarien von Westen nach Osten verläuft. Außerdem bedeutende Flüsse sind Mures, Pruth und Olt.
 
Auf Grund der geografischen Lage zeigt sich in Rumänien ein Übergang vom maritimen zum Kontinentalklima. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei 0°C in tiefen Lagen bis -10°C in Hochlagen. Im Juli variieren sie je nach Lage von 8°C bis 22°C. Die Niederschlagsmenge beträgt 550 mm jährlich, kann jedoch in den Hochgebirgen bis 1500 mm ansteigen.
 
Die Vegetation in Rumänien ist vielfältig. Ca. 27% des Staatsgebiets ist bewaldet (Tanne, Kiefer, Buche, Eiche, Pappel). Das Donaudelta ist reich an Sumpf- und Schilfpflanzen. Die Tierwelt ist vor allem durch Rehe, Bären, Füchse und Wölfe vertreten. Das Donaudelta besticht mit seinen über 160 Vogelarten, darunter der Rosapelikan und der Purpurreiher.