Rumänien: Wirtschaft

Rumänien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 3.700  € liegt Rumänien im unteren Drittel der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 55% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 36,4% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 35% des Bruttoinlandsproduktes und 31,1% der Erwerbstätigen. 10,1% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 32,6% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 7,7%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 4,1%. Rumänien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Leu.
 
Rumänien hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Besonders gut entwickelt sind die Branchen: Maschinenbau, Metallurgie, Chemie, Ölindustrie und Agrarnahrungsmittelindustrie.
 
Die einzelnen Wirtschaftssektoren (Dienstleistungen, Industrie und Landwirtschaft) sind in Rumänien relativ gleichmäßig verteilt. Jeder Sektor beschäftigt ca. ein Drittel der Aktivbevölkerung. Auf Grund der Liberalisierung der Wirtschaft mit einheitlichen Steuersätzen von 16% auf Einkommen und Unternehmensgewinne konnte sich die Industrie jedoch schneller entwickeln und verzeichnet heute ein bedeutendes Qualitätswachstum und hohe Exportraten. Dies lockte auch zahlreiche ausländische Investoren ins Land.
 
Die Entwicklung des Tourismus trägt zur Verbesserung der Wirtschaftsbilanz bei. Reiche Naturlandschaften, unzählige Thermalquellen und heilkräftige Seen, sowie bemerkenswerte Kulturdenkmäler ziehen zahlreiche Besucher an. Die Badeorte an der Schwarzmeerküste genießen hohe Beliebtheit.