San Marino: Wirtschaft

San Marino kann auf Grund seiner Größe nicht zu den entwickelten Industrieländern Europas zählen. Jedoch mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 31.269  € liegt San Marino im oberen Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit 52% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 41% der Erwerbstätigen. 7% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 2,6%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 7,5%. San Marino gehört nicht zur Europäischen Währungsunion, verwendet jedoch den Euro als Landeswährung und kann sogar Münzen prägen.

San Marino ist mit einer Reihe von Verträgen wirtschaftlich gebunden. Das Land verzichtet auf bestimmte Tätigkeiten, wie z.B. Herstellung von Tabakwaren oder internationale Bankgeschäfte. San Marino kann somit nicht als Steuerparadies gelten. Als Ausgleich erhält San Marino jährlich einige Millionen Euro von Italien.

Die wichtigste Einnahmequelle ist der Tourismus, der deutlich über 50% des Staatshaushaltes darstellt. Ebenfalls bedeutend ist die Produktion und der Verkauf von Souvenirs, Sammelmünzen und Briefmarken. Nur aus dem Verkauf von Briefmarken gewinnt San Marino über 10% des Bruttoinlandsproduktes. 17% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Zu den führenden Zweigen der Landwirtschaft zählt die Getreideproduktion, die Viehzucht und der Weinanbau. Die Industrie entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist überwiegend aus kleineren Betrieben mit bis zu 100 Beschäftigten vertreten. Die wichtigsten Erzeugnisse der san-marinesischen Industrie sind Keramik, Textilien und Elektronikprodukte.