Schweden: Geographie

Schweden liegt in Nordeuropa im Osten der Skandinavischen Halbinsel und grenzt an Norwegen und Finnland, sowie im Osten an die Ostsee und an ihren Meeresarm, den Bottnischen Meerbusen und im Südwesten an den Öresund, das Kattegat und das Skagerrak. Die allgemeine Länge der stark zerklüfteten Küste übersteigt 3 Tausend Kilometer. Zum Königreich Schweden gehören über 220 Tausend Inseln, wovon die größten Gotland, Öland und Orust sind.

Schweden umfasst eine Fläche von 449.964 Quadratkilometer. Die Oberflächengestalt Schwedens ist überwiegend flach und hügelig. Insgesamt 16% der Landesfläche sind gebirgig. An der Grenze zu Norwegen im Nordwesten des Landes erheben sich die Skanden, die steil zur Küstenebene des Bottnischen Meerbusens hin abfallen. Der höchste Berg ist der Kebnekajse mit 2111 Metern. Die südlichen Gebiete Zentralschwedens werden durch die Mittelschwedische Senke bestimmt. Es ist die am dichtesten bevölkerte Region des Landes, wo sich auch Stockholm, Uppsala und Göteborg befinden. Weiter südlich erstreckt sich das Hochland von Småland mit durchschnittlichen Höhen von 230 Metern. Die im äußersten Süden gelegene Halbinsel Schonen ist eine ausgedehnte Ebene mit fruchtbaren Böden.

Schweden ist mit einem dichten Netz aus Flüssen und Seen ausgestattet. Sie nehmen insgesamt ca. 9% der Landesfläche ein. Die längste Flüsse sind:

  • Klarälven (720 km),
  • Dalälven (542 km),
  • Torneälv (510 km),
  • Umeälv (467 km),
  • Ångermanälven (463 km).

Die Flüsse Schwedens stellen einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung des Landes dar.
Die größten Seen des Landes befinden sich auf dem Gebiet der Mittelschwedischen Senke:

  • Vänern (5648 km2),
  • Vättern (1893 km2),
  • Mälaren (1120 km2),
  • Hjälmaren (483 km2).

Auf Grund der Nord-Süd-Ausdehnung des Landes resultieren unterschiedliche Klimazonen. Im Süden und Osten ist das Klima mäßig maritim mit kontinentalen Einflüssen. Durch den Golfstrom und warmen Westwinden vom Atlantik liegen die Jahrestemperaturen höher, als in vergleichbaren Breitengraden. Je nach Gebiet weisen die durchschnittlichen Januartemperaturen Werte zwischen –14°C bis –3°C auf und die Julitemperaturen reichen von 10°C bis 17°C. Die jährliche Niederschlagsmenge schwankt zwischen 300 und 800 mm. Im Norden Schwedens, sowie in den hochgelegenen Gebirgsregionen herrscht das subarktische Klima mit lang andauernden Wintern (-17°C) und kühlen Sommern (7°C). Die jährliche Niederschlagsmenge ist hier deutlich höher und erreicht Werte bis 1000 mm.

Die Vegetation Schwedens wird durch die ausgedehnten Wälder bestimmt, die ca. 54% der Landesfläche einnehmen. Im Norden überwiegt der boreale Nadelwald (Kiefern, Fichten), weiter im Süden kommen auch Birken und Pappeln hinzu. Die Wälder im äußersten Süden bestehen überwiegend aus Laubbäumen (Eichen, Buchen). In der Tierwelt Schwedens überwiegen dementsprechend Waldbewohner, wie z.B. Elche, Rehe, Füchse, Wölfe und Luchse. In den nördlichen Landesteilen leben Rentiere.