Serbien: Wirtschaft

Serbien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den im Aufbau befindlichen Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 2.460 € liegt Serbien im unteren Drittel der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 51% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 59% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 33% des Bruttoinlandsproduktes und 34% der Erwerbstätigen. 16% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 7% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 22%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 8%. Serbien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Serbische Dinar.

Die wirtschaftliche Entwicklung Serbiens setzte zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein. Die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft führte zu schneller wirtschaftlicher Entwicklung und wachsenden Exportzahlen.

Zu den führenden Branchen zählen:

  • Nahrungsmittelindustrie,
  • Textilproduktion,
  • Metallverarbeitung.

Eine besonders wichtige Rolle in der Wirtschaftsstruktur spielt nach wie vor die Landwirtschaft mit Obst- und Weinanbau. Seit 2000 wächst auch die Tourismusbranche. Reiche Naturlandschaften, wie der Nationalpark Derdap mit dem Stausee Eisernes Tor, malerische Wanderwege in den Gebirgen Kopaonik und Zlatibor, sowie bemerkenswerte Kulturdenkmäler aus der Antike und dem Mittelalter ziehen zunehmend Besucher an. Besonders reizvoll ist auch der Städtetourismus in Belgrad und Novi Sad.