Slowakei: Geschichte

In der frühgeschichtlichen Zeit wurde das Gebiet der heutigen Slowakei von den Thrakern und Kelten besiedelt. Ab dem 1. Jahrhundert wurden sie jedoch vom Westen durch die Römer und vom Osten durch die Germanen verdrängt. Im 5. Jahrhundert kamen in diese Gebiete slawische Völker, die später von den benachbarten Awaren bedrängt wurden. Um den Angriffen zu widerstehen, verbündeten sich die unterschiedlichen slawischen Stämme. Die Führung übernahm der fränkische Kaufmann Samo, der nach erfolgreichen Kämpfen als Herrscher des Stammesbundes eingesetzt wurde. Nach seinem Tod kehrten die Awaren in die südlichen Gebiete zurück, lebten jedoch friedlich mit den Slawen zusammen.
 
Im 7. Jahrhundert entstand im Westen das Neutraer Fürstentum, das im 9 Jahrhundert fast das gesamte Gebiet der heutigen Slowakei beherrschte. Im Jahre 833 verlor das Fürstentum seine Selbständigkeit und wurde in das Großmährische Reich integriert. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts unterlag das Reich nach und nach den Ungarn und zerfiel in mehrere kleinere Fürstentümer unter ungarischer Oberhoheit. Vom 13. bis 15. Jahrhundert litt die slowakische Bevölkerung unter zahlreichen Kriegen mit dem Osmanischen Reich und aufständischen Hussiten. Im Jahre 1526 endete der Krieg gegen die Türken mit dem Zerfall des Ungarischen Königreiches. Die heutige Slowakei fiel an die österreichischen Habsburger und dies dauerte bis zum Zerfall Österreich-Ungarns an.
 
Im Jahre 1918 schlossen sich die Tschechen und Slowaken zur Tschechoslowakei zusammen. Dieser Bund wurde jedoch auf Druck von Deutschland während des 2. Weltkrieges aufgelöst und konnte erst 1945 mit Hilfe der Sowjetunion wieder entstehen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des kommunistischen Regimes, erklärte die Slowakei am 17. Juli 1992 ihre Unabhängigkeit. Am 1. Mai 2004 wurde die Slowakei in die EU aufgenommen.