Slowakei: Wirtschaft

Die Slowakei hat den Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft vollzogen und zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 11.700 € liegt die Slowakei in der Mitte der europäischen Länder.

In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 67% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 53,8% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 29% des Bruttoinlandsproduktes und 35,7% der Erwerbstätigen. 4% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 10% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 16,4%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 6%. Die Slowakei gehört zur Eurozone.

Zu den führenden Branchen zählen:

  • Automobilindustrie,
  • Elektronik,
  • Maschinenbau und
  • Chemische Industrie. 

Seit 2000 wächst auch die Tourismusbranche intensiv. Das touristische Hauptziel der Besucher ist die Tatra, die sowohl für Wintersport-Begeisterte, als auch im Sommer für Bergsteiger und Wanderer einzigartige Möglichkeiten bietet. Reiche Naturlandschaften, wie die Nationalparks Slovenský raj und Pieninen garantieren ein intensives Naturerlebnis. Berühmt sind auch die Höhlen im Aggteleker und Slowakischen Karst, die das größte zusammenhängende Höhlensystem in Europa darstellen. In der Slowakei befindet sich auch die viel besuchte Dobschauer Eishöhle. Außerdem ist die Slowakei berühmt für ihre Kurorte, die entweder die heilende Wirkung der 1400 Thermalquellen oder die gesunde Gebirgsluft nutzen. Als Reiseland bietet die Slowakei auch viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Neben zahlreichen Burgen, wie z.B. die Zipser Burg und den Holzkirchen in den Karpaten ziehen auch die historischen Städte Bardejov oder die Bergbaustadt Banska Stiavnica zahlreiche Touristen an. Besonders attraktiv sind auch die Großstädte Bratislava und Nitra.