Slowenien: Geschichte

Die Gebiete des heutigen Sloweniens wurden in der frühgeschichtlichen Periode durch die keltischen Völker der Taurisker besiedelt. Im 1. Jahrhundert v.Chr. eroberten die Römer das Territorium und integrierten es in die Provinzen Noricum, Pannonien und Dalmatia.
 
Während der Völkerwanderung wurde Slowenien von Goten, Hunnen, Langobarden und Awaren beherrscht, bis sich im 7. Jahrhundert die Slawen durchsetzten und ihren eigenen Staat Karantanien gründeten. Seit Ende des 8. Jahrhunderts wurde Karantanien in das Frankenreich integriert und nach dessen Auflösung an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation angeschlossen. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Habsburger für lange Zeit die Herrschaft in der Region. Erst die Napoleonischen Kriege unterbrachen die österreichische Macht, die jedoch nach dem Wiener Kongress wieder hergestellt wurde.
 
Nach dem 1. Weltkrieg schloss sich Slowenien an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen an, das im Jahre 1929 in das Königreich Jugoslawien überging. Während des 2. Weltkrieges wurde Slowenien zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt. Nach dem Krieg wurde die slowenischen Gebiete wieder vereint und als eine der 6 Teilrepubliken in die Sozialistische Volksrepublik Jugoslawien integriert.
 
Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens erfolgte nach einem Volksentscheid im Jahre 1991 die Unabhängigkeitserklärung des Landes, die bald von praktisch allen europäischen Staaten anerkannt wurde. Seit 1. Mai 2004 ist Slowenien ein Mitglied der Europäischen Union.