Tschechien: Geographie

Tschechien liegt in Osteuropa und grenzt an Deutschland, Polen, die Slowakei und Österreich. Mit 78866 Quadratkilometern gehört es zu den mittelgroßen europäischen Ländern.

Administrativ gesehen ist Tschechien in 14 Regionen aufgeteilt:

  • Prag
  • Mittelböhmische Region
  • Region Aussig
  • Region Hochland
  • Region Karlsbad
  • Region Königgrätz
  • Region Mährisch-Schlesien
  • Region Olmütz
  • Region Pardubice
  • Region Pilsen
  • Region Reichenberg
  • Region Zlín
  • Südböhmische Region
  • Südmährische Region

Das Relief ist überwiegend hügelig, mit einer mittleren Höhe von 430 Metern. Im Zentrum des Landes liegt das Böhmische Becken. Es wird im Nordwesten vom Erzgebirge und im Südwesten vom Böhmerwald begrenzt. Im Nordosten liegen die Sudeten mit Lausitzer, Iser-, Riesen-, Adler- und Reichensteiner Gebirge. Im Osten befinden sich die Westkarpaten und im Südosten die Böhmisch-Mährische Höhe. Die höchste Erhebung ist mit 1602 Metern die Schneekoppe im Riesengebirge.
Die fruchtbaren Täler nehmen ca. ein Viertel des Staatsgebiets ein. Besonders großflächig sind die Flusstäler der Elbe im Nordwesten und der March im Südosten.

In Tschechien gibt es eine große Anzahl an Flüssen. Der längste Fluss ist die Moldau mit 430 Kilometern. Weitere wichtige Flüsse sind Elbe (370 km), March (245 km), Eger (210 km), Schwarzach (170 km), Lainsitz (160 km), Oder (135 km) und Opava (130 km). Tschechien weist nur wenige natürliche Seen auf. Der größte ist der Schwarze See, ein Gletschersee im Böhmerwald mit 0,2 Quadratkilometer. Im Gegensatz dazu gibt es in Tschechien sehr viele Teiche (Rosenberg-Weiher mit 4,9 Quadratkilometern) und Stauseen (Lipno mit 46,5 Quadratkilometern).

Auf Grund der geografischen Lage zeigt sich in Tschechien ein Übergang vom maritimen zum Kontinentalklima. Die mittleren Januartemperaturen liegen bei -2,5°C. Im Juli liegen sie bei 18°C. Die Niederschlagsmenge beträgt 500 – 700 mm jährlich.

Die Vegetation in Tschechien ist stark durch den Einfluss der Menschen geprägt, obwohl noch fast ein Drittel des Staatsgebiets bewaldet ist. In den Gebirgsregionen dominieren Nadelwälder (Fichten, Tannen). In den Tälern wachsen Laubbäume (Eichen, Buchen, Birken, Pappeln). 26 Landschaften wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Nationalpark Krkonoše wurde in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Tierwelt ist u.a. durch Rehe, Wildschweine, Füchse, Wölfe, Luchse und Hasen vertreten.