Tschechien: Wirtschaft

Tschechien zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den wenig entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 10.970  € liegt Tschechien in der Mitte der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 60% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 58,3% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 37% des Bruttoinlandsproduktes und 37,5% der Erwerbstätigen. 2,9% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 4,2% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 7,9%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 6%. Tschechien gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist die Tschechische Krone.

Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • Maschinenbau,
  • Automobilindustrie (Škoda),
  • Metallurgie und
  • die Glasherstellung.

Die Tschechische Republik hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Obwohl ihre Produkte auf dem Weltmarkt nicht immer konkurrenzfähig sind, werden durch staatliche und Fremdinvestitionen die Modernisierung der verarbeitenden Industrie und der Ausbau der Dienstleistungen gefördert, hingegen verringert sich der Rohstoffabbau und die Landwirtschaft. Ein zukunftsträchtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Hauptanziehungspunkt stellt die Hauptstadt Prag dar, jedoch gewinnt zunehmend der Wintersport an Bedeutung. Eine lange Tradition hat in Tschechien der Bädertourismus (Karlsbad, Marienbad u.a.).