Ungarn: Wirtschaft

Ungarn zählt nach den Wirtschaftsdaten zu den entwickelten Industrieländern Europas. Mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 8.700  € liegt Ungarn in der Mitte der europäischen Länder.
 
In der Wirtschaftsstruktur dominiert der Dienstleistungssektor mit über 65% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 62% der Erwerbstätigen. Danach folgt die Industrie mit 31% des Bruttoinlandsproduktes und 32.9% der Erwerbstätigen. 3,8% des nationalen Bruttoinlandsproduktes und 5,1% der Erwerbstätigen entfallen auf die Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 7,2%. Das Wirtschaftswachstum beträgt 4,1%. Ungarn gehört nicht zur Eurozone. Die Landeswährung ist der Forint.
 
Besonders gut entwickelt sind die Branchen:

  • verarbeitende Industrie,
  • Metallurgie und
  • Energiewirtschaft.

 
Ungarn hat es in den letzten Jahren geschafft, die Umstrukturierung von der Plan- zu Marktwirtschaft durchzuführen. Über die Hälfte der Waren wird für den Export produziert, was aber auch eine starke Abhängigkeit der ungarischen Wirtschaft vom Weltmarkt mit sich bringt.
 
Ein zukunftsträchtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus, der für 7% der Aktivbevölkerung Arbeitsplätze bietet und 10% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Eine gut entwickelte Infrastruktur und günstige Naturbedingungen führen zu einem breit gefächerten touristischen Angebot. Touristisch besonders gut erschlossen ist der Plattensee mit vielen ufernahen Kurorten, die über zahlreiche Strände und heilende Thermalquellen verfügen. Aber auch in anderen Landesteilen sprudeln Thermalquellen. Allein in Budapest gibt es über 120 Quellen. Die ungarische Hauptstadt ist neben dem Plattensee das wichtigste Reiseziel. Auch die Natur Ungarns mit der einzigartigen Steppenlandschaft Puszta, besonders gut im Nationalpark Hortobagy erhalten, zieht immer mehr Individualtouristen an.

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