Weißrussland: Wirtschaft

Ende der 90-er Jahre erlitt die Wirtschaft von Weißrussland einen Einbruch auf Grund der Finanzkrise in den Nachbarstaaten, veränderter internationaler Konjunktur, sowie durch Fehler in der nationalen Wirtschaftspolitik. Nach wie vor setzt die Regierung auf Planwirtschaft, was eine gewisse Stabilität in der Wirtschaft aufweist. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erlangte Weißrussland als einer der ersten GUS-Staaten den Stand vor der Krise wieder.

Das Bruttoinlandsprodukt Weißrusslands beträgt 17,5 Milliarden US-Dollar, davon entfallen 10% auf die Landwirtschaft, 30% auf die Industrie und 60% auf die Dienstleistungen. Der Wirtschaftswachstum liegt im positiven Bereich (ca. 7%). Nach offiziellen Daten ist die Arbeitslosigkeit mit unter 2% relativ niedrig.

Die Landwirtschaft mit 11% der Erwerbstätigen spezialisiert sich auf Viehzucht, Kartoffelanbau und Leinenproduktion. Außerdem wird auf einem großen Teil des Agrarlandes Gerste, Hafer und Weizen angebaut.

In der Industrie, auf die 34% der Beschäftigten entfallen, sind die Energiewirtschaft, die Metallverarbeitung und die Nahrungsmittelindustrie führend.

Die Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungen beträgt 55%. In diesem Sektor haben Handel, Transport und Telekommunikation den größten Anteil.