Wirtschaft

Die Lebensgrundlage der ersten Menschen bildete die Jagd, der Fischfang und das Sammeln von essbaren Pflanzen. Die erste wirtschaftliche Errungenschaft kam vor ca. 2500 Jahren in Form von Ackerbau und Viehzucht nach Europa. Die damit ermöglichte Sesshaftigkeit der Menschen führte mit dem Bauen von Ansiedlungen und der Herstellung von Arbeitsutensilien zur Entwicklung der ersten Industriezweige. Bis zum 19. Jahrhundert blieb die Landwirtschaft jedoch der führende Wirtschaftssektor. Erst mit der industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts bekam die Landwirtschaft Konkurrenz durch die Industrie, obwohl in mehreren Ländern noch bis ins 20. Jahrhundert hauptsächlich Landwirtschaft betrieben wurde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann der Dienstleistungssektor immer mehr an Bedeutung und entwickelte sich zum umsatzstärksten Wirtschaftssektor mit den meisten Beschäftigten.
 
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa zeigt geographisch eine ungleichmäßige Verteilung. Die früh industrialisierten Länder Frankreich, Italien, Deutschland und England weisen die höchste wirtschaftliche Entwicklung auf. Nicht weit davon entfernt sind Spanien, Schweiz, Österreich und die skandinavischen Länder. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems folgt in Osteuropa eine Phase der wirtschaftlichen Umstrukturierung, die zeitweise zu einer deutlichen Senkung der Wirtschaftskraft führte. Noch heute zeigen Moldawien, Georgien, Aserbaidschan und die Ukraine das niedrigste Bruttoinlandsprodukt in Europa.